Bericht des Grünen Gockels: Vortrag über Wildbienen mit Meinrad Lohmüller am 02.05.2018GG

 

Bericht des Grünen Gockels: Vortrag über Wildbienen mit Meinrad Lohmüller am 02.05.2018
Es gibt ca. 460 Bienenarten in Baden-Württemberg, 210 Arten stehen auf der Roten Liste, 49 Wildbienenarten gelten als ausgestorben! Der Rückgang hat vielfältige Ursachen. Wir alle sind aufgefordert, zu handeln und somit ihren Bestand zu erhalten und zu vermehren. Jeder kleine Beitrag hilft! Wildbienen sind die wichtigsten Helfer für die Bestäubung unseres Obstes – ohne Wildbienen keine Ernte auf unseren heimischen Streuobstwiesen. Was können wir tun? Wir können darauf achten, bei der Gestaltung unserer Gärten den Wildbienen Nistmöglichkeiten und vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung anzubieten. Reservieren wir doch einen Teil unseres Rasens für eine Wildblumenwiese. Eine natürliche Nisthilfe ist es, wenn etwas Totholz verbleibt, das mit ein paar Bohrungen versehen alsbald als Wohnung für den Nachwuchs dient. Wer Spaß am Basteln hat, kann sich eigene „Bienenhotels“ aus heimischen Hölzern erstellen. Die im Handel angebotenen Behausungen erfüllen ihren Zweck oft nicht und sind darüber hinaus noch mit schädlichen Substanzen belastet. Gefüllte Blüten von Ringelblume, Rose, Dahlie & Co. sehen schön aus, ihnen fehlen aber Staubblätter und Nektar, sie bieten Insekten keine Nahrung. Die immer beliebter werdenden Steinwüsten in den Vorgärten leisten ebenfalls einen negativen Beitrag, wie auch die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von giftigen Spritzmitteln und den immer weniger vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten.
Die Besucher erfuhren viel über die Zusammenhänge in der Natur und konnten sich mit umfangreichem Infomaterial bis hin zu Bauanleitungen für Nisthilfen versorgen. Handeln wir jetzt!

Übrigens stechen Wildbienen nicht, da sich ihr Stachel zurückgebildet hat.

Heike Gäßler

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